Sporthalle Gotthelf Thun

Neubau Dreifach-Sporthalle Gotthelf

Thun BE

Wettbewerb 2002: 1. Preis.
Ausführung: 2004-2007
Prix Acier 2009 (Anerkennung) und Auszeichnung best architects 12
Fotografien: Alexander Henz

Das 1950 erbaute Schulhaus wurde mit einer weiteren Schulanlage erweitert – nun sollte auf dem Schulareal eine Sporthalle integriert werden. Durch die Ausbaustufen der historisch wertvollen Anlage entstanden die heute charakteristischen Zwischenräume. Der Neubau greift das Thema auf und generiert durch seine Lage sowie das äussere Erschliessungssystem einen neuen Aussenraum: Für den Hallenbau werden die bestehenden Zwischenräume aufgenommen und adäquat weiterentwickelt.

Direkte Wege – funktionale Zugänge: Die drei Kuben mit verglasten Dächern prägen den neuen Zwischenraum auf dem Platz. Sie führen die Sportler und Schüler direkt zu den Bereichen auf der abgesenkten Ebene des Spielfeldes. Die Tribüne für die Zuschauer wird direkt über das ebenerdig gelegene Foyer erreicht. Durch die architektonische Trennung der Zugänge für Zuschauer und Aktive werden die Sportevents dramaturgisch inszeniert.

“Die Typologie der Dreifachturnhalle ist bemerkenswert und (für die Schweiz) bisher ungewöhnlich. (...). Die architektonische Ausarbeitung des Typs bringt dessen Eigenarten und Möglichkeiten bestens zum Tragen. (...). So mutet der Bau insgesamt ruhig, elegant, ja geradezu edel an. Dazu trägt auch die selbst für hiesige Verhältnisse aussergewöhnlich sorgfältige Detaillierung bei.“ (werk, bauen + wohnen 3|2007)

Innovation

Jenseits der Einheitslösung

Das wirtschaftliche und funktionale Ordnungsschema der inneren Organisation ergibt ein einfaches, klares Bauvolumen. Mittels der drei aussenliegenden Zugängen werden Sportler und Zuschauer getrennt ins Gebäude geführt. Die damit eroberte Gelegenheit wird zum Leitgedanken, die Auseinandersetzung mit der Tragkonstruktion und den Möglichkeiten des Fassadenmaterials zum generierenden Aspekt im Entwurfsprozess.

Resultat

Ergebnis ist ein lichtdurchfluteter, solitärer Körper, der in seiner Leichtigkeit als Kontrast die abgesenkte Sportarena beherbergt, bilateral von Nebennutzungen gefasst. Die funktionalisierte Abstufung in Ansicht und Schnitt dynamisiert den Ort und schafft ein fein gegliedertes, unspektakuläres aber spannungsvolles öffentliches Gebäude.

Organisation

Lichtlinien

Elegant und eingebunden

Lichtbänder begleiten den Sportler auf seinem Weg durch die Garderobe zur Sporthalle. Die wiederkehrenden, klar gesetzten Elemente schaffen ungewohnte, spannende Lichtsituationen in Räumen, wo man dies sonst nicht erwartet.

Kunstlicht